Montag, 6. Dezember 2010

Nikolausgedicht...

VUN´N WIEHNACHTSMANN

VUN´N WIEHNACHTSMANN
Mien grote Deern, mien lütte Deern
de möögt so geern Geschichten höörn
un kümmt de Wiehnachtstiet nu ran,
vertell ik jem vun´n Wiehnachtsmann.
Denn sitt se beid op mienen schoot,
denn kiekt se beid mit Ooogen groot.
Un in eer Oogen deep dar ünnen
staht all mien Geschichten binn´n.
De Wiehnachtsmann, mien söte Muus
de hett dar butten rut sien Huus,
dar butten, wo de Tannen staht.
Dar sitt he in sien lütte Kaat
un kiekt. Un fangt dat an to sneen,
dann fleit he. Un denn - hest nich sehn!-
Denn kamt de Kreihn un jümmer mehr
mit Wark un Wark em vör de Döör
mit Wark un Wark, segg an, segg an
wat schüllt wi denn, ool Wiehnachtsmann?
Denn set de Ool sien Piep bisiet
un seggt: dat ward nu Wiehnachtstiet!
Denn steckt he an dree lange Licht
un maakt een fierlich Gesicht
un schüfft tohööcht sien grote Brill
--un all de swatten Kreihn sitt still.
Mien leeven Kreihn - so seggt he denn
ji müt nu na de Stadt mal hen,
´neem achter Wall un Steen vermuuert
de leeven Kinner lang all luuert.
Tellt se mi all! Vergeet mi keeen!
Dar sünd so veel mang Muur un Steen.
Un nu man gau, min leeven Kreihn
ik mutt denn grooten Sack noch neihn!
Wark! Wark! -
Nu wees mal still mien söte Deern!
Kannst nich de Kreihn all tellen höörn?
Hermann Claudius

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